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Franz Kafka

Der Prozeß

Der Prozeß

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Ein Meilenstein der Moderne und ein Meisterwerk der literarischen Absurdität.

Joseph K. wird am Morgen seines dreißigsten Geburtstags von einem Gericht angeklagt, ohne dass er erfährt, was ihm zur Last gelegt wird. 

Immer stärker verstrickt er sich in die Frage nach seiner Schuldhaftigkeit und dem Sinn des Verfahrens.

Die Widersprüchlichkeit der Ereignisse, die inkonsequenten Reaktionen K.s und das dubiose Gerichtsszenario sorgen für eine beklemmende Atmosphäre:
Das Vertrauen des Menschen auf eine der Welt zugrunde liegende, verlässliche Ordnung im Sinne eines Gesetzes wird erschüttert. 

Auch wenn der Autor selbst seinen Roman für unvollendet hielt, gilt ›Der Prozeß‹ zu Recht als Kafkas Hauptwerk.

Mit seiner präzisen und nüchternen Sprache schildert Franz Kafka eine beunruhigende Welt, die die beklemmende Atmosphäre und das Gefühl der Ohnmacht des Individuums in einer übermächtigen und unpersönlichen Gesellschaft einfängt. „Der Prozess“ bleibt ein zeitloses literarisches Werk, das Leser und Kritiker gleichermaßen fasziniert und herausfordert.

Kafkas Schilderung von Schuld, Strafe und dem Gefühl des Ausgeliefertseins hat bis heute nichts an Intensität und Relevanz verloren.

 

Über den Autor

Bedrohlich und unheimlich wirkt sie oft, die Prosa Franz Kafkas (geboren 1883 in Prag). Ihre Wirkung scheint dem Wesen des von Selbstzweifeln geplagten Schriftstellers zu entspringen, der sein ganzes Sein immerfort hinterfragte und in ständigem Konflikt mit seinem Vater lebte. Der jüdische Kaufmann hatte Franz veranlasst, Jura zu studieren. Der Sohn arbeitete bis zu seiner Erkrankung an Tuberkulose als Wirtschaftsjurist. Als Schriftsteller erlangte Kafka mit der Erzählung „Das Urteil“ erstmals öffentliche Anerkennung. Es folgten Werke wie „Die Verwandlung“ und „Der Prozess“, die zu den bedeutendsten der Weltliteratur zählen. Der Autor wollte, dass man nach seinem Tod (1924) sein Werk vernichtet. Sein Freund Max Brod entsprach diesem Wunsch nicht.

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